Mit tränenverschleiertem Blick schaue ich aus den beschlagenen Fenstern meiner schwarzen Seele hinaus in das nebelige Land und ich denke an Dich! Meine schweren Ketten stöhnen, wenn ich versuche mich zu bewegen. Die Geister der Vergangenheit quälen mich unablässig und ich sehne mich nach der Hölle, um ein wenig auszuruhen. Ich denke an Dich!
Die toten Regentropfen die gegen die leblosen Scheiben hämmern, klingen wie die Trommeln des Exekutionskommandos. Jeder leise Schlag meines kalten Herzens bringt mich dem Ende näher. Wie viele Gedanken bleiben mir noch an Dich?
Der schwarze Engel mit den tausend Flügeln lacht höhnisch und fauchende Flammen des Todes fliegen wie Kugelblitze aus seinem jenseitigen Körper. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kommen sie mich holen. Bleibt mir noch die Zeit für einen letzten Gedanken an Dich?
Auf dem Feld der Hoffnungslosigkeit ist alles vorbereitet. Die Brücke der Treue steht in Flammen. Die Wälder der Einsamkeit wiegen sich gleichmäßig im Todeswind, doch nur die wie aus weiter Ferne ertönende Fanfare, reisst mich aus meinem Gedanken an Dich!
Dein Gesicht erscheint vor mir und ich sterbe den ersten von 1000 Toden, doch wie kann es sein, dass mein geistiges Auge noch so klar sehen kann? Der Feigling stirbt 1000 Mal bevor der Tod ihn küsst. Stimmt das? Ist das wahr?
Die blassen Sterne scheinen traurig und der bittere Mond weint silberne Tränen. Der Zeitsand rinnt unaufhaltsam durch das Glas des Lebens und die Findung der Wahrheit ... ich hätte sie gerne noch vertagt. Doch es ist noch mehr Nacht und nach dem unwirklich dumpfen Geräusch bin ich meine Seele und fliege in die Ewigkeit.
Ich bin frei, doch ohne Ziel. Es sollte auf Erden nicht sein und es bleibt ein Traum auch im Jenseits. Denn nun beginnt sie, die Unendlichkeit ohne Dich! Das schrecklichste ist vorstellbar für jemanden, für den es Dich nicht geben darf!